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Günter

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Freitag, 20. August 2021, 07:38

Michael Diener: "Evangelikale haben Sündenhierarchie aufgebaut"


Bei den Evangelikalen wiegen sexuelle Sünden schwerer als andere, kritisierte der frühere Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener, im Jahr 2013 im pro-Interview - hier als Video zu sehen. Deshalb interessierten sie sich mehr für die uneheliche Beziehung des damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck als für das Leid der Flüchtlinge vor Europas Küsten.

Wikipedia über Michael Diener:

Zitat

Michael Diener (* 5. August 1962 in Pirmasens) ist ein deutscher evangelischer Theologe, Buchautor und ehemaliger Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes. Außerdem gehört er dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an.

Vom Herbst 2009 bis zum 31. August 2020 war er der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes.[5][6] Im September 2011 wurde er als Nachfolger von Jürgen Werth zum ehrenamtlichen Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz ab Januar 2012 gewählt. Diener war seit der Wiedervereinigung der Deutschen Evangelischen Allianz 1991 deren jüngster Vorsitzender.

Michael Diener – Wikipedia

Ich teile diese Sicht von Herrn Diener im folgenden Interview und wage zu behaupten, dass sich daran seit 2013 bei den Evangelikalen und den Pietisten überhaupt nichts bis sehr wenig zum besseren geändert hat. Wer das nicht glaubt, lese nur mal bei Facebook, wie sich viele prominente Evangelikale über Homosexuelle und über sexuelle Fragen äußern!

Hier das Interview mit Michael Diener:



Liebe Grüße :)

 

Günter

 


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Montag, 23. August 2021, 17:56

Eine ausgewogene vernünftige Stellungnahme!

Jesus Christus sah die Priorität in der Liebe und die ist bei vielen Evangelikalen erkaltet. Diener spricht die Flüchtlingsfrage an und man hört von Leitern öffentliche Aussagen, dass man sie nicht aufnehmen soll ( Syrer) . Einige artikulieren es noch heftiger. Momentan sind Christen am Hindukusch in Lebensgefahr und wenn Leiter verbieten, ihre Schäfchen für diese Verfolgten um Gebet zu bitten, ja, überhaupt darüber zu informieren,weil sie sich auf ihn und seine Freunde konzentrieren sollen, so ist das in höchstem Grad unbiblisch und mit Sicherheit eine größere Sünde, als wenn Teenies miteinander ins Bett gehen.
Im übrigen ist egal, wenn Nichtchristen sich sexuell verfehlen, sie sind sowieso nicht gerettet. Da macht eine Sünde mehr auch nichts. Sollte Herr Gauck wiedergeborener Christ sein oder ist er es dem Namen nach? Ich kann es nicht beurteilen. Aber Diener handelt richtig, wenn er gemäß Röm 13 die Obrigkeit achtet.
Der Friede Jesu Christi sei mit euch!
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3

Montag, 23. August 2021, 21:31


Im übrigen ist egal, wenn Nichtchristen sich sexuell verfehlen, sie sind sowieso nicht gerettet. Da macht eine Sünde mehr auch nichts.

Genau, ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert. :D
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
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Dienstag, 24. August 2021, 09:46

Du hast es erfasst! Wer nicht an Christus glaubt, kommt nicht in den Himmel, egal ob er eine Sünde mehr oder weniger tut. Gute Menschen aus eigener Kraft gibt es nicht.
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Dienstag, 24. August 2021, 11:56

Du hast es erfasst! Wer nicht an Christus glaubt, kommt nicht in den Himmel, egal ob er eine Sünde mehr oder weniger tut. Gute Menschen aus eigener Kraft gibt es nicht.

Dann ist das Volk Israel ja genatzt.
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

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Mittwoch, 25. August 2021, 11:00

Dem jüdischen Volk, Gottes erwähltem Volk, soll später noch einmal eine Chance gegeben werden. Gott ist souverän, niemand begreift ihn völlig.
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Mittwoch, 25. August 2021, 16:25

Zitat von »Grubendol«

Dann ist das Volk Israel ja genatzt.


Das sehen die Israelis selbst wohl anders. Sie warten einfach noch ein bisschen länger auf ihren Moschiach, der sie aus allen Zwängen befreit.

Ihre Rolle in Gottes Vorsatz hat das Volk Israel durch die Ablehnung des Christus an das "Neue Jerusalem" abgegeben. (s. Apk. 3,12)

Auch Jesus sagte dies voraus: (Matth. 21,43)

Zitat

Deswegen sage ich euch: Das Reich[8] Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, die seine Früchte bringen wird.


Diese "Nation" setzt sich aus gesalbten Christen der verschiedensten Länder und Territorien der Erde zusammen. Natürlich können das auch Israelis sein, die Jesus als Messias anerkannt haben.

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Donnerstag, 26. August 2021, 11:51

Nun weichen wir alle etwas vom Thema ab. Wie wäre ein neuer thread über Israel, falls jemand Interesse hat?
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Donnerstag, 26. August 2021, 13:31

Richtig, Gera, und ich denke, Michael Diener hatte mit den Aussagen in seinem Interview von 2013 absolut Recht! Ich sehe inzwischen mit sehr großer Sorge, wie sich eine naivliche Dummheit und Uninformiertheit unter Evangelikalen bzw. Pietisten immer stärker werdend radikal verbreitet!

Die Wissenschaft wird schlichtweg ignoriert, wenn man nachts einen Traum hatte, wird der von vielen ganz automatisch als eine Prophetie von Gott erkannt und von daher wie selbstverständlich als wesentlich kompetenter eingestuft, als wissenschaftliche Erkenntnisse!

Die Bibel wird zum wissenschaftlichen Fachblatt erhoben, wobei man dann in der Regel nicht ganze Textabschnitte im Zusammenhang auslegt, sondern einzelne Verse ohne Berücksichtigung des Zusammenhanges zur Unterstreichung seiner persönlichen Meinung missbraucht! Eine vernünftige Exegese wird von vielen dieser Vertreter schon als "moderne Theologie" abgelehnt. Bei manchen Christen darf man ja leider bei der Textauslegung nicht einmal mehr die Frage stellen, in welche Situation hinein das denn gesagt oder geschrieben wurde! "Das steht doch in der Bibel, dann gilt das uneingeschränkt für alle Menschen und zu jeder Zeit!" wird dann oft begründend gesagt!

Was man in diesem Zusammenhang allein auf Facebook oft an Aussagen von Evangelikalen und Pietisten lesen muss, zum Teil von sehr prominenten Christen, ist z. T. unerträglich. Was sich diese Menschen selbst in Folge ihrer dümmlichen Aussagen an Schuld aufladen, ist überhaupt nicht erfassbar. Denn wir Christen haben den Auftrag, das Evangelium in die Welt zu tragen. Das Evangelium aber heißt nicht Misangélion sondern Euangélion und das heißt "Frohe Botschaft", "Frohmachende Botschaft" und "Gute Nachricht"!

Was hier in Deutschland und in der ganzen Welt derzeitig allein im Zusammenhang mit CORONA von sehr vielen Evangelikalen verbockt wird, ist unerträglich! Und dann denke ich daran, wie viele Christen - auch hier in Deutschland - noch vor einem Jahr sehr fanatisch für Donald Trump eintraten und alle schlimmen Fehler seiner Politik total ignorierten, nur deshalb, weil Trump neben vielen anderen Entscheidungen ja auch gegen die Abtreibung agierte.

Ich bin es manchmal echt leid, mit so "möchtegern-integeren" Evangelikalen zu diskutieren, die sich einerseits für ein totales Verbot von Schwangerschaftsunterbrechungen massiv eintreten, die es aber ablehnen, dass Familien mit Kindern sozial besser gestellt werden und diese Forderungen für "kommunistisch infiltriert" halten.

Aufgrund des Austausches mit vielen evangelikalen Christen auf Facebook, unter anderem auch mit einigen sehr prominenten, bin ich entsetzt, wie diese Damen und Herren mit Jesu Gebot der Nächstenliebe umgehen, wenn sie äußern, dass sich ein Christ nicht gegen CORONA impfen lassen darf, dass ein Christ nicht für die Taliban oder für Homosexuelle beten darf. Auch halte ich es für unerträglich, wie sich viele Evangelikale laut vernehmlich gegen die Aufnahme von Asylbewerbern oder Flüchtlingen äußern und wie sich immer mehr Evangelikale laut - oder auch etwas leiser - mit den Forderungen der AfD solidarisieren!

Es wird für alle nüchternen Evangelikalen und Pietisten dringend Zeit, dem allen laut vernehmlich ein klare "Nein" entgegen zu setzen! Sonst können wir das Neue Testament bald wirklich ganz weglegen und nur noch unsere persönlichen Parolen grölen! Allerdings sollte man sich dann bitte auch nicht mehr Nachfolger Jesu nennen!

Liebe Grüße :)

 

Günter

 


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Freitag, 27. August 2021, 11:07

Zitat von »Günter«

Es wird für alle nüchternen Evangelikalen und Pietisten dringend Zeit, dem allen laut vernehmlich ein klare "Nein" entgegen zu setzen! Sonst können wir das Neue Testament bald wirklich ganz weglegen und nur noch unsere persönlichen Parolen grölen! Allerdings sollte man sich dann bitte auch nicht mehr Nachfolger Jesu nennen!



Schau an! Das kommt also dabei heraus, wenn man sich als vermeintlicher Christ in die Politik einzumischen versucht. Mich wundert das keineswegs. Die "politische Agenda" eines Jesus Christus ist mit keiner Politik menschlichen Ursprungs kompatibel. In der Diskussion reibt man sich auf und verlässt dabei die christlichen Grundsätze.

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Freitag, 27. August 2021, 13:05

Zitat von »Günter«

Es wird für alle nüchternen Evangelikalen und Pietisten dringend Zeit, dem allen laut vernehmlich ein klare "Nein" entgegen zu setzen! Sonst können wir das Neue Testament bald wirklich ganz weglegen und nur noch unsere persönlichen Parolen grölen! Allerdings sollte man sich dann bitte auch nicht mehr Nachfolger Jesu nennen!
Schau an! Das kommt also dabei heraus, wenn man sich als vermeintlicher Christ in die Politik einzumischen versucht. Mich wundert das keineswegs. Die "politische Agenda" eines Jesus Christus ist mit keiner Politik menschlichen Ursprungs kompatibel. In der Diskussion reibt man sich auf und verlässt dabei die christlichen Grundsätze.


"... wenn man sich als vermeintlicher Christ in die Politik einzumischen versucht..."? - Nein, das sehe ich grundsätzlich anders.

Das Kolpingwerk Deutschland schrieb schon vor vier Jahren folgendes:

Zitat

„Demokratie lebt vom Mitmachen“

Der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland hat sich heute zur politischen Kultur geäußert: „Wir erwarten von Parteien eine deutliche Distanzierung von Mitgliedern, wenn diese elementare und demokratische Spielregeln verletzen und extremistische Auffassungen vertreten.“


In der Erklärung des Bundesvorstandes heißt es wörtlich:

Es wird eine bedeutungsvolle Richtungswahl! Neue gesellschaftliche Herausforderungen gilt es zu bewältigen: Der demografische Wandel wirkt sich u.a. auf die Sozialversicherungssysteme aus, die Koordinaten einer solidarischen und gerechten Gesellschaft müssen neu justiert werden. Auf Fragen der Integration der zahlreichen Geflüchteten – auch mit Blick auf Europa – erwarten die Menschen Vorschläge und Antworten. Ebenso auf Fragen der inneren Sicherheit.

Zuverlässigkeit und Vertrauen sind in einer Demokratie wichtige Kriterien in der politischen Auseinandersetzung. Die Menschen orientieren sich bei der Willensbildung und der Wahlentscheidung an den programmatischen Aussagen von Parteien und deren Kandidatinnen und Kandidaten. Die Wählerinnen und Wähler dürfen darauf vertrauen, dass getroffene Aussagen von Vertretern der Parteien die Position der jeweiligen Partei wiedergeben. Durch ihre Aussagen wird deutlich, wofür eine Partei eintritt oder wogegen sie sich ausspricht. Dadurch geben Parteien Orientierung im politischen Wettbewerb. Wir erwarten jedoch von Parteien eine deutliche Distanzierung von Mitgliedern, wenn diese elementare und demokratische Spielregeln verletzen und extremistische Auffassungen vertreten. Sollte dieses nicht erfolgen, muss unterstellt werden, dass die getroffenen Aussagen von der Partei bewusst mitgetragen werden.

Der Zustand einer Demokratie wird wesentlich von der Kultur der politischen Auseinandersetzung geprägt. Das Kolpingwerk fordert eine offensive Streitkultur. Austausch und Diskussion, ein mit Respekt geführter Streit sind belebende Elemente für unsere Gesellschaft. Wer jedoch Spielregeln demokratischer Auseinandersetzung bewusst missachtet, der missachtet und schädigt damit auch die Demokratie selbst.

Nur eine funktionierende Demokratie garantiert ein menschenwürdiges Dasein aller Mitglieder der Gesellschaft. Unsere Demokratie ist verletzlich, deshalb treten wir für eine wehrhafte und streitbare Demokratie ein. Eine Rückkehr ins Nationalistische und die Abwehr von Fremden haben deshalb in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz!

Derzeit fällt besonders die AfD durch gezielte Provokationen, Verunglimpfungen von politischen Konkurrenten, aber auch offen rassistisches Gedankengut auf. Aus Sicht des Bundesvorstandes sind derartige Positionierungen von Parteienvertretern nicht akzeptabel. Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen, ob er – auch als Christ – einer solchen Parteien seine Stimme geben und die politische Verantwortung in deren Hände legen möchte.

Demokratie lebt vom Mitmachen! Als katholischer Sozialverband nimmt das Kolpingwerk in vielen Bereichen gesellschaftliche und politische Mitwirkungsmöglichkeiten wahr. Der Bundesvorstand ermutigt erneut alle Kolpingsfamilien, Veranstaltungen im Vorfeld der Bundestagswahl durchzuführen.

Anhang

Quelle: https://www.kolping.de/presse-medien/new…-vom-mitmachen/

So sehe ich das auch! Und "Mitmachen" heißt nicht einfach schweigend abnicken!
Liebe Grüße :)

 

Günter

 


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Freitag, 27. August 2021, 21:08

Zitat

Zuverlässigkeit und Vertrauen sind in einer Demokratie wichtige Kriterien in der politischen Auseinandersetzung. Die Menschen orientieren sich bei der Willensbildung und der Wahlentscheidung an den programmatischen Aussagen von Parteien und deren Kandidatinnen und Kandidaten. Die Wählerinnen und Wähler dürfen darauf vertrauen, dass getroffene Aussagen von Vertretern der Parteien die Position der jeweiligen Partei wiedergeben. Durch ihre Aussagen wird deutlich, wofür eine Partei eintritt oder wogegen sie sich ausspricht.
Feine Ironie! ;) Oder aber schlicht und ergreifend: Häme!

Zitat von »Günter«

So sehe ich das auch! Und "Mitmachen" heißt nicht einfach schweigend abnicken!
Dann wäre man aber immer noch ein "Mitläufer". Denn wer etwas abnickt - ob schweigend oder nicht - trifft ja doch eine Entscheidung. Und auch jeder Nichtwähler trifft eine Entscheidung: Nämlich, dass er sich durch das angebotene politische Buffet nicht angesprochen fühlt. Und auch das ist eine Ausprägung der Demokratie. Auch jeder Nichtwähler ist Teil des "Demos" - des Volkes.

Wer dagegen das "Mitmachen" im Sinne eines Zwangs versteht, befindet sich dem Geiste nach auf den Spuren Adolfs.

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Freitag, 3. September 2021, 13:07

Auch jeder Nichtwähler ist Teil des "Demos" - des Volkes.

Wer dagegen das "Mitmachen" im Sinne eines Zwangs versteht, befindet sich dem Geiste nach auf den Spuren Adolfs.

Er verliert nur die Möglichkeit, sich zu politischen Entscheidungsprozessen zu äußern.

Zu einem Nichtwähler sage ich: "Halt du die Klappe, du kannst nicht mitreden. Deine Meinung war am Wahltag gefragt, jetzt will ich sie nicht mehr hören."
"Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

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Freitag, 3. September 2021, 19:46

Zitat von »Grubendol«

Er verliert nur die Möglichkeit, sich zu politischen Entscheidungsprozessen zu äußern.
Nein! Enthaltungen gibt es auch bei Beschlüssen im Bundestag.

Auf dem Wahlzettel gibt es nur deshalb keine Möglichkeit zur Stimmenthaltung, weil "aus einer Enthaltung weder ein Wählerwille abgeleitet noch ein Abgeordneter gewählt werden kann". Es bleibt also gar keine andere Möglichkeit, als nicht zu wählen, wenn man sich von keiner der Parteien bzw. Abgeordneten vertreten sieht.
Und das ist zugleich auch die Äußerung zu politischen Entscheidungsprozessen.

Zitat von »Grubendol«

Zu einem Nichtwähler sage ich: "Halt du die Klappe, du kannst nicht mitreden. Deine Meinung war am Wahltag gefragt, jetzt will ich sie nicht mehr hören."
Traurig! Die Meinung jedes Einzelnen ist in einer Demokartie jeden Tag gefragt. Nur Autokraten und Diktatoren totalitärer Regime schauen auf den einen Wahltag.

Ein wirklicher Demokrat würde das als Meinungsäußerung nicht nur völlig akzeptieren; er würde auch - so er denn selbst politisch aktiv ist - dies zumindest als konstruktive Kritik auffassen, um eine Politik zu entwickeln, die imstande ist, die Gründe für das Nichtwählen aufzuarbeiten.

Nichtsdestotrotz ist deine Ansicht zur Demokratie auch bei vielen Politikern und ihren Parteien vertreten und damit auch ein Grund für das klägliche Scheitern jeder ideologischen Bemühungen der Demokratie.

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Freitag, 3. September 2021, 20:12

Keine Meinung zu äußern ist nun einmal keine Meinung zu äußern. Danach gibt's zu dem entsprechenden Thema nichts mehr zu sagen.

Und in einer politischen Diskussion hat Gott rein gar nichts zu suchen. Wer sagt, dass jegliche Politik schlecht sei, weil sie nicht von Gott kommt oder nicht einem bestimmten Weltbild folgt, hat den, na ja, lassen wir das.
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Freitag, 3. September 2021, 21:09

Zitat von »Grubendol«

Keine Meinung zu äußern ist nun einmal keine Meinung zu äußern. Danach gibt's zu dem entsprechenden Thema nichts mehr zu sagen.
Nicht wählen zu gehen, weil man sich durch die angebotene Politik und das "grottenschlechte Material" nicht vertreten fühlt ist eine Meinungsäußerung und damit alles andere, als keine Meinungsäußerung. Das zu Ignorieren verschärft die Problematik nur.

Zitat von »Grubendol«

Und in einer politischen Diskussion hat Gott rein gar nichts zu suchen. Wer sagt, dass jegliche Politik schlecht sei, weil sie nicht von Gott kommt oder nicht einem bestimmten Weltbild folgt, hat den, na ja, lassen wir das.
Unter anderem deswegen scheitern alle menschlichen Bemühungen um eine Regierungsmechanik, die mal nicht auf Aufstieg und Höhepunkt durch Ausbeutung von Mensch und Natur sowie Niedergang durch Krieg und Zerstörung beruht.

Es ist egal, was in Deutschland, Europa, Russland, Syrien, USA oder sonstwo gewählt wird. Zu den Verlierern gehören immer die einfachen Menschen und nicht zuletzt die Natur.